katze leckt sich an den pfoten

Haut- / Ohr- und Fellgesundheit bei der Katze

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Inhaltsverzeichnis

Der halbjährliche Fellwechsel ist ein vollkommen normaler Vorgang. Aber ist das normalerweise glatte, glänzende Fell einer Katze plötzlich struppig oder weist kahle Stellen auf, gehen dem Tier die Haare aus oder zeigen sich Schuppen, kann das ein Hinweis auf ernste Hautprobleme sein.

Hautkrankheiten bei der Katze

Die Ursache von Hautkrankheiten bei Katzen zu identifizieren, ist einigermaßen schwierig, da die verschiedenen Symptome ganz verschiedene Ursachen haben können. Zum Beispiel kann Schuppenbildung durch zu trockene Raumluft verursacht werden. Auslöser kann aber auch eine Futtermittelallergie sein. In beiden Fällen ist die Abhilfe relativ einfach mit Hilfe von Luftbefeuchtern oder durch die sofortige Futterumstellung auf hochwertiges verträgliches Katzenfutter zu schaffen. Geht die Schuppenbildung auf Hautpilze zurück, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Vor allem, weil manche Hautpilze auch auf Menschen übertragen werden können. Auch, wenn sich die Katze an bestimmten Stellen so stark leckt und kratzt, dass ein richtiges Loch im Fell entsteht, kann das Anzeichen einer Pilzinfektion sein. Juckreiz kann aber auch durch einen Befall von Flöhen oder Zecken verursacht werden. Während Flöhe mit einem Antiparasitikum „vertrieben“ werden können, müssen Zecken per Zeckenzange aus dem Fell entfernt werden. Kommt es aufgrund der Floh- oder Zeckenbisse zu allergischen Reaktionen, ist ein Gang zum Tierarzt unerlässlich. Kratzt sich die Katze so heftig, dass die betroffenen Stellen blutig und krustig werden, kann das aber ebenfalls auf eine Futtermittelunverträglichkeit hindeuten. Neben der bereits empfohlenen Futterumstellung ist hier auch Vorsicht vor Infektionen als Folgeerscheinungen geboten. Hormonelle Störungen wie beispielsweise die Überfunktion der Schilddrüse oder der Nebenniere können sich zunächst in Haarausfall und dünner werdendem Fell äußern und in einem späteren Stadium ebenfalls zu Juckreiz und außerdem zu einem unangenehmen Geruch des Fells führen. Meist kann der Tierarzt mit einer hormonellen Behandlung schnell und ohne Nebenwirkungen helfen.

Vorsorge ist besser als Behandlung

Hochwertige Ernährung und speziell für Haut und Fell entwickelte Nahrungsergänzungsmittel können die Gesundheit von Fell und Haut fördern. Z.B., indem die enthaltene Hefe den Hautstoffwechsel unterstüzen oder dem Organismus neben Mineralien, Vitaminen und Fettsäuren die für Katzen essentiell wichtige Aminosäure Taurin zugeführt wird. Zudem ist neben einer gründlichen Fellpflege auch eine Hautpflege z.B. mit entsprechenden Ölen empfehlenswert. 

Ohrenschmalz bei der Katze

Ohrenschmalz bei Katzen ist ein nützlicher Schutzmechanismus des Körpers. Es verhindert, dass sich im Ohr Ihres Haustieres Bakterien, Pilze, Insekten und Wasser anhäufen. Jedoch kann sich auch zu viel Ohrenschmalz sammeln, was für Ihr Tier unangenehm ist. Die Katze hat dann keine Schmerzen, aber die Ohren jucken und riechen eventuell. Zudem kann die starke Bildung von Ohrenschmalz zu Entzündungen im Ohr führen.

Schmutz und Fremdkörper im Ohr

Aber auch Schmutz und Fremdkörper können Ihre Katze im Ohr stören. Sie können den Gehörgang blockieren und sogar gegen das Trommelfell drücken. Darum ist es wichtig, dass Sie die Ohren Ihrer Katze regelmäßig kontrollieren und mit einem milden Ohrreiniger, wie Ear Care oder Sonotix säubern.

Ohrenschmalz bei Katzen entfernen

Um überschüssiges Ohrenschmalz und Schmutz zu entfernen, tröpfeln Sie die Flüssigkeit in den Gehörgang. Massieren Sie anschließend sanft den weichen Teil des äußeren Ohres. Ihr Tier wird von selbst den Kopf schütteln, sodass die Flüssigkeit mit dem Schmutz aus dem Gehörgang entfernt wird. Mit einem sauberen Tuch und mit Ihrem Finger wischen Sie anschließend alle zugänglichen Teile des Ohres vorsichtig ab. Benutzen Sie keine Wattestäbchen! Dadurch könnten Sie den Schmutz wieder tief ins Ohr schieben oder das innere Ohr verletzen.

Milben oder Entzündung im Ohr?

Sehen Sie braun-schwarzes, krümeliges Ohrenschmalz und hat das Ohr einen ungewöhnlichen, penetranten Geruch, dann kann es von Milben befallen sein oder eine Ohrenentzündung vorliegen. Aber auch bei Schwellungen, Blut oder Rötungen reicht Reinigen alleine nicht mehr aus. Hier ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Weitere Symptome, wie ständiges Kratzen am Ohr, Schütteln des Kopfes oder Gleichgewichtsprobleme, sollten von einem Tierarzt untersucht werden.

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